Zahn­entwicklungs­störungen

Von den ersten Zahn­an­lagen während der Schwan­ger­schaft bis zum voll­stän­digen Durch­bruch der blei­benden Zähne durch­läuft das kind­liche Gebiss einen komplexen Entwick­lungs­pro­zess. In einzelnen Fällen kann es dabei zu Abwei­chungen kommen, die die Qualität des Zahn­schmelzes, die Zahn­form oder die Zahn­struktur betreffen. Eine früh­zei­tige Diagnose ist entschei­dend, um Folge­schäden zu vermeiden und die Zahn­gesundheit nach­haltig zu sichern.

Dank umfas­sender Erfah­rung gelingt es unserem Team bei FRANKEN & LOHE, Zahn­entwicklungs­störungen zuver­lässig zu diagnos­ti­zieren und indi­vi­du­elle Thera­pie­kon­zepte zu entwi­ckeln, die auf die jewei­lige Situa­tion Ihres Kindes abge­stimmt sind.

Molaren-Inzi­siven-Hypo­mi­ne­ra­li­sa­tion (MIH)

Eine der häufigsten Zahn­entwicklungs­störungen ist die Molaren-Inzi­siven-Hypo­mi­ne­ra­li­sa­tion, kurz MIH. Dabei ist der Zahn­schmelz der ersten blei­benden Backen­zähne (Molaren) und/​oder der Schnei­de­zähne (Inzi­siven) nicht ausrei­chend mine­ra­li­siert. Umgangs­sprach­lich werden die betrof­fenen Zähne häufig auch als „Krei­de­zähne“ bezeichnet, da der Zahn­schmelz eine kreidig-matte, poröse Struktur aufweist. Typi­sche Anzei­chen sind zudem weiß­lich-opake bis gelb­lich-bräun­liche Verfär­bungen. Die betrof­fenen Zähne reagieren oft empfind­lich auf Tempe­ra­tur­reize oder Berüh­rung, können beim Zähne­putzen Schmerzen verur­sa­chen und sind insge­samt anfäl­liger für Karies.

Die genauen Ursa­chen für MIH sind bislang nicht abschlie­ßend geklärt. Disku­tiert werden verschie­dene Einflüsse während der Schwan­ger­schaft, rund um die Geburt oder in der frühen Kind­heit.

Die Behand­lung richtet sich nach dem indi­vi­du­ellen Schwe­re­grad der Erkran­kung. In leichten Fällen stärken wir den Zahn­schmelz durch gezielte Fluo­ri­die­rungs­maß­nahmen und regel­mä­ßige Kontrollen im Rahmen der Individual­prophylaxe. Ziel ist es, die empfind­li­chen Zähne wider­stands­fä­higer zu machen und vor weiteren Schäden zu schützen. Bei stärker ausge­prägten Befunden können Füllungen erfor­der­lich sein, um die Zahn­sub­stanz lang­fristig zu erhalten. In schweren Fällen kann auch eine Über­kro­nung sinn­voll sein, um Funk­tion und Stabi­lität dauer­haft sicher­zu­stellen.

Im Rahmen der Früh­erken­nungs­un­ter­su­chungen und Individual­prophylaxe achten wir gezielt auf mögliche Anzei­chen von Zahn­entwicklungs­störungen. Spre­chen Sie uns gerne darauf an!